Für den Übergang zum IIoT in der Produktion sprechen mindestens 5 gute Gründe:

  1. Effizienzerhöhung

    IIoT-Lösungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Effizienz betrieblicher Prozesse. Die Leistung der vorhandenen und digital verbundenen Assets wird durch die autonome Steuerung maximiert, gleichzeitig werden Fehlerquellen und Störungen minimiert. Die vorhandenen und fortlaufend aktualisierten Maschinendaten ermöglichen vorausschauende Problemlösungen und Predictive Maintenance (vorausschauende, geplante Wartung).

  2. Produktivitätssteigerung, Skalierbarkeit und Kostensenkung

    Durch die datengesteuerte Produktion ermöglichen IIoT-Lösungen eine deutliche Steigerung der Produktivität der industriellen Fertigung. Alle produktionsrelevanten Daten stehen in Echtzeit zur Verfügung, so dass es möglich ist, auf Engpässe und Probleme schnell zu reagieren. Zudem integriert eine Smart Factory alle im Unternehmen vorhandenen Prozesse und Systeme, so dass eine ganzheitliche Gestaltung der Produktion und unterstützender Prozesse - gegebenenfalls unter Einbezug externer Partner - möglich ist. Hierdurch werden gleichzeitig die Voraussetzungen für eine skalierbare und äußerst kosteneffiziente Produktion geschaffen.

  3. Optimierung der Kundenzufriedenheit

    Durch die fortschreitende Digitalisierung haben sich Kundenanforderungen zum Teil fundamental verändert. Viele Kunden erwarten hochgradig individualisierte und für ihre Zwecke maßgeschneiderte Produkte. IIoT-Lösungen ermöglichen, Produkt- und Leistungsindividualisierung und kostengünstige automatisierte Massenproduktion miteinander zu kombinieren. Gleichzeitig wird durch das IIoT eine konsequent kundenfokussierte Produktentwicklung unterstützt.

  4. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle

    Der generelle Trend der Wertschöpfung unter den Bedingungen der digitalen Transformation richtet sich auf hybride Leistungsangebote: Physische Produkte werden mit digital erbrachten Serviceleistungen kombiniert. Die Datenverfügbarkeit im Rahmen von IIoT-Lösungen ermöglicht Unternehmen, darauf ausgerichtete innovative und datengesteuerte Geschäftsmodelle zu entwickeln.

  5. Verbesserte Krisenresilienz

    Spätestens die Covid-19-Krise hat gezeigt, dass digitalisierte Unternehmen krisenresilienter sind - bereits zu einem frühen Zeitpunkt wurde deutlich, dass sie unter den Bedingungen der Pandemie deutlich besser aufgestellt waren als überwiegend analoge Firmen. Ein Aspekt war hier die effektive Bewältigung der sogenannten Workforce Disruption durch den kurzfristigen Übergang zu Homeoffice. Gleichzeitig verfügten die digitalen Pioniere über das Instrumentarium, um ihre Supply Chains und relevante Teile ihrer Produktion "remote" zu überwachen und zu steuern, so dass sie ihre Geschäftstätigkeit auch während der Krise aufrechterhalten konnten. Während der Pandemie haben viele andere Unternehmen in ihrer Digitalisierung kurzfristig nachgezogen - insgesamt hat Corona in der Wirtschaft einen immensen Digitalisierungsschub bewirkt.


Integrative IIoT-Lösungen für heterogene Maschinenparks

Als große Herausforderung betrachten viele produzierende Unternehmen die Gestaltung des Übergangs zur smarten Produktion. Die meisten Firmen haben bisher vor allem digitale Insellösungen geschaffen, in der Praxis koexistieren digitale und analoge Fertigungsprozesse miteinander. Laut einer McKinsey-Studie aus dem Jahr 2019 sind 60 Prozent der hierzu befragten Manager aus deutschen Industriebetrieben der Meinung, dass sie für die Implementierung einer Smart Factory mindestens 30 Prozent ihrer bestehenden Maschinenparks ersetzen müssten.

Integrative IIoT-Lösungen ermöglichen jedoch, auch ältere Maschinen und Anlagen auf digitaler Basis miteinander zu vernetzen, frühere Investitionen zu erhalten und gleichzeitig die digitale Transformation des Unternehmens auf evolutionärer Grundlage voranzutreiben. Ein Beispiel hierfür ist die von thyssenkrupp entwickelte IIoT-Plattform toii®. Das toii®-System folgt einem modularen Aufbau. In der Light-Version werden die Daten einzelner Maschinen erfasst und auf digitalem Wege ausgewertet, so dass die Möglichkeit für eine effizientere Maschinensteuerung gegeben ist. Durch die verschiedenen Module kann das System umfassend erweitert werden. In der finalen Stufe sind Produktions- und Logistikmanagement sowie andere bestehende Systeme (ERP, MES, Qualitätsmanagement) tief miteinander integriert.

Als ein Fazit: Produzierende Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig erhalten möchten, stehen vor der Aufgabe, ihre Produktion und alle Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen umfassend zu digitalisieren. Integrative IIoT-Lösungen ermöglichen einen evolutionären Übergang von konventionellen Produktionsverfahren zur Smart Factory. Positive Effekte ergeben sich hieraus unter anderem im Hinblick auf die Steigerung von Effizienz und Produktivität, verbesserte Kundenorientierung und höhere Krisenresilienz.

IIoT Lösung von thyssenkrupp

IIoT Lösung von thyssenkrupp

thyssenkrupp verbindet 200 Jahre Industriegeschichte mit 15 Jahren Erfahrung in der digitalen Vernetzung von Maschinen und Prozessen. Im Ergebnis wurde die IIoT-Plattform namens toii® für den Mittelstand entwickelt. toii® setzt meist ab der Arbeitsvorbereitung an und führt die Produktionsaufträge hocheffizient und transparent aus.

Die IIoT-Plattform toii® bietet

• Transparenz in Echtzeit auf die Produktivität auf dem Shop Floor der Unternehmen und das standortübergreifend, durch Maschinen- und Betriebsdatenerfassung

• Teilautomatisierung von Prozessen durch Digitalisierung

• Vollautomatische Prozesse bis hin zur papierlosen Smart Factory

Dabei vernetzt toii® die ERP, CAQ oder anderen bestehenden Systeme der Produktions-IT mit Ihren Assets in der Produktion. toii® kann so die gesamte Produktion abdecken: vom Fertigungsmanagement und Intralogistik bis hin zur Endverpackung.